Ein Zufall, viel Begeisterung, harte Arbeit und frühe Erfolge


© joertietje

Wie ich auf Lacrosse kam
Auf Lacrosse kam ich eigentlich durch einen Zufall. Ein Bekannter meiner Familie hatte einen Artikel über das Training der Marburger Uni-Mannschaft für eine regionale Zeitschrift geschrieben. Als er mir davon erzählte, weckte er sofort mein Interesse. Ich hatte kurz zuvor mit Karate aufgehört und suchte gerade nach einer neuen Sportart. Zu dieser Zeit war das Jugendprogramm in Frankfurt zwar noch überschaubar, aber fast zeitgleich mit mir fingen viele neue Spieler an, nicht zuletzt aufgrund der vielen Schul-AGs des damaligen FSJ-lers Caspar Zizka. Auch mein Dreampions Blogpartner David Beckmann kam zu dieser Zeit in die Mannschaft.

Lacrosse faszinierte mich und die anderen sofort, wir trainierten hart und schon im darauffolgenden Jahr erreichten wir ein erstes großes Ziel: Die Frankfurter U16 Mannschaft nahm das erste Mal zu einer Deutschen Meisterschaft teil. Auch wenn wir dort nur den vierten Platz belegten, befeuerte das Turnier unseren Ehrgeiz und unseren Enthusiasmus für die Sportart nur noch weiter.

Mein Weg in die U19 Nationalmannschaft
Im Herbst 2014 kam dann die große Nachricht! Im Norden und im Süden sollten Try-Out Camps für die neu zu bildende Deutsche U19 Lacrosse Nationalmannschaft stattfinden. Das war für mich und die anderen Frankfurter natürlich eine riesige Chance zu zeigen, was wir alles gelernt hatten. Das erste Camp in München sowie die darauffolgenden Camps waren unglaublich anstrengend, doch keiner von uns gab auf, während der Kreis der Mitspieler immer kleiner wurde. David und ich hatten das feste Ziel vor Augen: den End-Kader zu erreichen. Nach unzähligen gelaufenen Kilometern, mehreren Fitnesstests und Testspielen fand in Hamburg im Oktober 2015 das letzte Ausscheidungscamp statt. Obwohl ich natürlich aufgeregt war und das Camp bei kalten Temperaturen im Hamburger Dauerregen stattfand, wollte ich unbedingt ins Team. Das Niveau, auf dem wir spielten, war inzwischen sehr hoch. Alle Mitspieler waren hochmotiviert und keiner wollte so kurz vor dem Ziel aus dem Kader fliegen. Nach einem langen Wochenende und einem harten Testspiel am Sonntagnachmittag standen nun endlich die Einzelgespräche mit den Coaches an.

Alle warteten gespannt in der Kabine darauf, aufgerufen zu werden. Nach einer gefühlten Ewigkeit wurden David und ich gemeinsam zu den Coaches gerufen und schon nach kurzer Zeit wurde klar, wir hatten es in die Deutsche U19 Lacrosse Nationalmannschaft geschafft. In diesem Moment viel eine unglaubliche Anspannung von mir ab und ich freute mich riesig.

Nächster Schritt: Kanada!
Die ganze harte Arbeit und das Durchhalten hatten sich gelohnt. Ich war an meinem (ersten) Ziel angekommen.

Für alle, die es ins Team geschafft hatten, war nun der Traum von der WM ganz nah gerückt. Wenn wir weiter hart an uns arbeiten und von Verletzungen verschont blieben, würden wir zur WM nach Kanada fahren. Wahnsinn! Wir hatten den Höhepunkt unserer bisherigen Lacrosse-Karriere erreicht und waren überglücklich und stolz.


Weiterlesen:
Lacrosse-Legende Gary Gait – Was eine Legende auszeichnet.
David Beckmann - Speed und Spirit. Oder: Warum mich Lacrosse so fasziniert
Zurück zur Blog-Übersicht








Impressum | © 2016-2025 Dreampions